3. Bauabschnitt Sessellift und Skifahrer

Es gibt viele Arten von Seilbahnen. Neben der Kabinenbahn und dem Sessellift, gibt es auch Kombibahnen.


Die Kombibahn ist eine Bahn, bei der immer Kabinen und Sessel zusammen in Betrieb sind. Diese Bahnen sind aber sehr selten und vielen Besuchern nicht so bekannt.

Deshalb haben wir uns entschlossen, die Bahnen zu trennen und noch einen Sessellift im Maßstab 1:87 zu bauen.

Der Sessellift schließt sich der Bergstation von der Kabinenbahn an und führt dort nach hinten den Berg weiter hoch.

Um eine ungefähre Form des Geländes zu habe, wird es mit Pappe ausgelegt.
Danach werden die Spannten als Grundgerüst eingebaut.

Mit dem Fliegendraht wird die Grundstuktur des Berges gebildet.

Da normaler Gips zu schwer wird, wird auch hier mit Gipsbinden gearbeitet, wie schon bei den vorhergehenden Modulen. Diese drücken sich auch nicht so stark durch den Fliegendraht.

Wegen der Logistik haben wir uns zuerst für zwei Module entschieden.

Erste Stellprobe mit ein paar Häusern.

Die oberste Schicht wird mit Keramodgips aufgetragen. Dieser Gips ist reinweiß und bleibt auch nach dem Trocknen weiß.

Eigentlich sollte jetzt das Modul mit der Gestaltung der Landschaft fertig gestellt werden, aber dann kam uns die Idee, das es doch schöner wäre, wenn die Skifahren den Berg runterfahren könnten. Das stellte sich allerdings schwieriger als gedacht heraus. Die Skifahren sollen nämlich recht realitätsnah den Berg herunterfahren.

Nach 5 monatigen Versuchen und Test mit verschiedenen Möglichkeiten, haben wir dank Magnorail (www.magnorail.com) eine Lösung gefunden. Magnorail ist ein Kettenband worauf Magnete befestigt sind, welche dann in unserem Fall die Skifahrer führen.

Die beiden Einzelmodule wurden nun fest verbunden und das Magnorail System eingebaut. Zuerst waren auf der Stecke nur zwei Motoren verbaut, das erwies sich allerdings als ein zu schwaches Antriebssystem, da es ja eine Steigung gibt. Mit einem zusätzlichen dritten Motor ging es dann endlich problemlos. Normalerweise reicht für die Länge der Strecke (4 Meter) ein Motor aus. Da aber sehr viele Kurven und eine Steigung zu überwinden sind, mussten drei Motoren verbaut werden.

Für unsere Strecke mussten wir von der Bedienungsanleitung des Aufbaus abweichen. Das Kettensystem sollte mit Fotokarton abgedeckt werden, dies erwies sich als ungeeignet und deshalb haben wir dünne Platten aus Polyoxymethlen (POM), das ist ein Industriekunststoff, verwendet. Der Nachteil war, dass sie sich nicht ohne weiteres verkleben ließen und deshalb die ganze Strecke verschraubt werden musste.

Die Originalgleiter von Magnorail wurden auch durch POM ersetzt, was die Reibung noch weiter minimierte. Die kleinen Magnete lassen sich mit Sekundenkleber gut unter die Skifahrer (natürlich auch Snowboarder und Schlittenfahrer) fixieren.

Durch einen Berg sollten die Skifahrer wieder nach oben gezogen werden.

Nachdem die Technik komplett fertig gestellt war, ging es in die Dekorationsabteilung.

Dank meines Freundes Uwe Rohde, der mit mir nach dem Tod von Reiner Litzinger die Anlage weiterentwickelt und mit mir auf Ausstellungen geht,  entsteht eine traumhafte Winterlandschaft. Mir selber liegt der Landschaftsbau überhaupt nicht.

Eine Herausforderung war, die Ein- und Ausfahrt der Skifahrer so zu gestalten, das es realistisch aussieht.

Ein Gewächshaus wurde kurzerhand für die Talstation als Eingangsbereich umfunktioniert.

An die Bergstation kam ein Restaurant, wo die Skifahrer wieder auf die Piste kommen.

Mit noch ganz vielen kleinen Details gab Uwe Rohde dem Modul ganz viel Leben.
Es gibt viel zu entdecken.